Mehr Sicherheit bei deiner Medikation

Wir beantworten deine Fragen zum Umgang
mit medizinischem Cannabis

Welche Einnahmeformen für med. Cannabis gibt es und welche ist für mich die Beste? ​

Cannabis kann vielfältig eingenommen werden. Die Anwendungsformen reichen vom Inhalieren über einen Verdampfer, über die Einnahme angereicherter Speisen, bis hin zu Produkten zur äußerlichen Anwendung, wie Cremes oder Tinkturen. Im ersten Schritt stellen wir die sichersten und effektivsten Einnahme-und Anwendungsmethoden vor.

Wie beginne ich meine Cannabis-Therapie bestmöglich?​

Der Sachverhalt zu medizinischem Cannabis besitzt viele neue Begriffe und Praktiken, die überfordert und verwirrend erscheinen können. Wir helfen mit unseren einsteigerfreundlichen Starterkits den Überblick zu behalten. In zweiten Schritt  zeigen wir dir den bestmöglichen Start in die Therapie und erklären die Funktion und den Zweck der Produkte.

Welche Wirkstoffe in med. Cannabis gibt es?​​

Cannabis als Pflanze besitzt Wirkstoffe, sogenannte Terpene. Sie verleihen den verschiedenen Cannabissorten bestimmte Eigenschaften und Merkmale. Außerdem sorgen sie für sichere medizinische Vorteile und sind für den Geschmack und den Geruch verantwortlich. Im dritten Schritt erläutern wir die Terpene, um mit einem besseren Verständnis über die Wirkstoffe auf individuelle Bedürfnisse bestmöglich eingehen zu können.

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Inhalation durch Verdampfung als optimale Einnahmeform​

Verdampfen zählt zu den sichersten und medizinisch empfohlenen Einnahmeformen von medizinischem Cannabis

closeup of a person vaping with a Mighty plus on a sunset

Was ist mit Verdampfen (DE) oder Vapen (EN) eigentlich gemeint?​

Unter Vaping versteht man das Verdampfen von trockenen Blüten, um die darin enthaltenen Wirkstoffe zu inhalieren. Vaping gibt es in der einen oder anderen Form schon seit Tausenden von Jahren. Die erste Aufzeichnung über das Verdampfen von trockenen Kräutern stammt von dem griechischen Historiker Herodot aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.

Heute wird das Vapen hauptsächlich mit elektronischen Geräten betrieben. Es gibt jedoch auch analoge Geräte, die sich des gleichen Prinzips bedienen. Vape-Geräte gibt es in vielen Formen und Größen, von kleinen, rundlichen Vape-Pens bis hin zu großen Tischgeräten. Wichtig ist es, sich über den Zweck und die persönliche Präferenz im Klaren zu sein, damit das passende Gerät ausgewählt werden kann.

Die verschiedenen Verdampfer (DE) bzw. Vaporizer (EN):

Vape-Pens: Vape-Pens sind tragbare Geräte, die oft mit Schraubkartuschen ausgestattet sind, die einen Standardanschluss haben, der mit den meisten Akkutypen kompatibel ist. Sie gehören oft zu den einfachsten Verdampfern auf dem Markt und können recht preiswert sein, obwohl einige fortschrittliche Modelle etwas mehr kosten können. Elektronische medizinische Vape-Pens gibt es in wiederverwendbaren und Einweg-Varianten. In Deutschland sind diese in Verbindung mit THC-haltigem Cannabis noch nicht gebräuchlich.

Tragbare Verdampfer: Tragbare Vaporizer bieten die gleiche Funktionalität wie ein großer Tisch-Vaporizer, mit allen Vorteilen der kleinen Größe des Vape-Pen. Ausgewählte tragbare Vaporizer unterstützen fortschrittliche Funktionen, wie die Bluetooth-Verbindung zu einer mobilen Anwendung, um die Kontrolle über das Erlebnis zu verbessern.

Tisch-Verdampfer: Tisch-Verdampfer sind, wie der Name schon sagt, für den stationären Gebrauch konzipiert. Sie benötigen oft eine externe Stromquelle, machen aber ihren Mangel an Mobilität durch eine höhere Leistung und eine hohe Dampfproduktion wett. Einige Tisch-Vaporizer bieten mehrere Funktionen und ermöglichen die Verdampfung einer breiten Palette von Materialien, einschließlich trockener Kräuter, Öle und Wachse.

Auf diese Funktionen ist bei der Auswahl des Vaporizers zu achten​ ​

Eine genaue Kenntnis der Funktionen kann die Auswahl des passenden Geräts unterstützen. Davor empfiehlt es sich Gedanken zu machen, welche Anforderungen an das Gerät gestellt werden müssen. Die folgenden Funktionen finden sich in unterschiedlicher Ausprägung bei allen erhältlichen elektronischen Verdampfern wieder.

Akkulaufzeit: Der Akku beeinflusst die Zeit, die es braucht, um das Gerät vollständig aufzuladen, sowie die Dauer der Aufladung. Die Größe des Akkus kann sich auch auf das Design des Geräts, sein Gewicht und seine Mobilität auswirken.

Temperatur-Einstellungen: Einige Verdampfer bieten nur eine oder wenige Temperatureinstellungen, während andere bis zu einem gewissen Grad fein abgestimmt werden können. Einige Verdampfer erhalten mit einer mobilen Anwendung weitere Möglichkeiten der Feinabstimmung.

Aufheizzeit: Die Aufheizzeit hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die gewählte Temperatur und die Leistung des Geräts. Viele Vape-Pens und tragbare Trockenkräuterverdampfer sind innerhalb von Sekunden aufgeheizt.

Dampferzeugung: Einige Geräte produzieren sehr viel Dampf, was zu dichten Wolken führt. Andere sind besser für leichte Züge geeignet und bieten kleinere Dampfwolken

Zusätzliche Funktionen: Einige Verdampfer werden mit einer mobilen Anwendung geliefert, die mehr Kontrolle über die Temperatur, individuelle Einstellungen für persönlichen Vorlieben oder zusätzliche Einblicke in den Materialverbrauch und die Dauer der Sitzung ermöglicht.

Zubehör: Viele Geräte sind mit Zubehör kompatibel. Dazu gehören verschiedene Arten von Mundstücken sowie nützliche Werkzeuge für die Reinigung und Wartung des Verdampfers.

Einnahmearten in der Übersicht

Bei der medizinischen Anwendung von Cannabis empfehlen Ärtz:innen immer die Einnahmeform über einen medizinischen Verdampfer. Das Gefühl besonderes für beginnende Person angenehmer. Der Prozess ist zudem wesentlich diskreter, da das Verdampfen fast geruchsneutral abläuft. Durch die einfach zu verwendenden Geräte können auf Besonderheiten der Pflanze regiert werden, um besser auf persönliche Bedürfnisse eingehen zu können.

Durch die Verbrennung entstehen Schadstoffe, die zusammen mit dem Cannabis über die Lunge aufgenommen werden. Diese als Karzinogene bekannten Stoffe entstehen auch ohne die Verwendung von Tabak, da diese durch den Prozess der Verbrennung entstehen. Das Rauchen ist nicht besonderes diskret, da das Cannabis durch die Verbrennung stark riecht. Ebenso gehen viele positive Wirkstoffe verloren, da die Flamme zu heiß ist und diese förderlichen Wirkstoffe schlicht verbrennen.

Die Wirkung von Cannabis in verarbeitenden Speisen oder Getränken birgt einige Schwierigkeiten. Die Wirkstoffe werden nicht durch die Lunge, sondern durch die Magenschleimhäute aufgenommen. Dadurch kommt es zu einer teilweise großen Verzögerung der Wirkung. Die Wirkung hält oftmals wesentlich länger an und wird von vielen Personen auch als wesentlich stärker beschrieben. Es besteht eine große Abhängigkeit von äußeren Faktoren, wie der letzten Zufuhr von Nahrung. Eine individuelle, sachgerechte Dosierung ist insgesamt nur erschwert möglich.

Cannabis kann medizinisch auch in Form von Kapseln oder Extrakten eingenommen werden. Durch die medizinische Reinheit muss sich dabei nicht um die Qualität gesorgt werden. Dennoch ist durch die orale Aufnahme durch Kapseln eine Abhängigkeit von äußeren Faktoren gegeben, die gerade für beginnende Personen nicht einfach einzuschätzen sind. Ähnlich ist es bei Extrakten, die schnell überdosiert werden können und nicht mit allen Verdampfern kompatibel sind. Die Verbrennung von Extrakten führt dann wieder zur Freisetzung von schädlichen Karzinogenen.

Fakt#1 | Schon gewusst?

Zu welcher Tageszeit wird medizinisches​
Cannabis angewendet?​

Grundsätzlich kann die Einnahme zu jeder Tageszeit erfolgen. Die Einnahme ist abhängig von der Art der Einnahme, sowie der verordneten Medikation. Die genaue Dosierung sowie die Häufigkeit und der Zeitpunkt der Einnahme wird individuell ärztlich besprochen.

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Verwendung von Vaporizern

 Einführung | sicherer Umgang

Schritt 1: Vaporizer vorbereiten​

Vor der nächsten Verwendung muss der Verdampfer ggfs. an den Stromkreis angeschlossen werden. Der Verdampfer muss geleert werden und vollständig abgekühlt sein. Je nach Häufigkeit kann eine Reinigung einmal in der Woche empfehlenswert sein.

Schritt 2: Blüten zermahlen​

Mit einer Digitalwaage ist die passende Menge an Cannabis abzuwiegen. Danach ist das Cannabis gleichmäßig zu verkleinern. Wichtig hierfür ist ein Grinder, da nur gleichmäßig zerkleinerter Cannabis die optimale Wirkung entfalten kann. Ein Grinder ist ein zumeist kleineres, rundes Gerät, das zum Mahlen bzw. Zerkleinern von Pflanzen genutzt wird.

Besonderes einfache Grinder bestehen aus zwei Scheiben. Die obere Scheibe ist ein abnehmbarer Deckel mit Zacken. Die untere Scheibe ist zum Auflegenden der Blüten gedacht und ebenfalls mit Zacken versehen. Nachdem die Blüten seitlich auf die untere Scheibe gelegt wurden, wird der Grinder mit dem Deckel geschlossen. Die Blüten sind nun im Hohlraum zwischen den Scheiben eingedrückt und werden durch händische Drehung des aufgelegten Deckels und mithilfe der Zacken zerkleinert. Bessere sog. Siebgrinder haben ein Fach, in den die zerkleinerten Blüten fallen.

Schritt 3: Verdampfung

Das zerkleinerte Cannabis ist nun in die Dosierkapseln zu füllen, welches in die Kräuterkammer des Vaporizers gelegt wird. Bitte die Kammer bzw. die Dosierkapseln nicht zu prall füllen, da sonst nur schwer Luft durchströmen kann. Die Dosierkapsel sollte eben aber locker gefüllt sein. Fertige Dosierkapseln können für die nächsten Anwendungen vorbereitet werden. Durch ein Tablett oder Tray gehen keine kostbaren Blüten im Vorbereitungsprozess verloren.

Schritt 4: Optimale Wirkung​

Damit sich die Wirkstoffe gut lösen können, ist es wichtig, dass sie gleichmäßig erhitzt werden. Wichtig ist vor allem, dass das Cannabis gleichmäßig zerkleinert wird. Das Zerpflücken per Hand oder das Zerschneiden mit einer Schere erfüllen augenscheinlich zwar ihren Zweck, berauben der Pflanze jedoch die Möglichkeit ihre volle Wirkung durch Erhitzen zu entfalten. Der Grinder sorgt für eine gleichmäßige Konsistenz sowie für einen zuverlässig wiederholbaren Prozess.
Einmal eingesetzt kann das Material mehrfach zur Inhalation genutzt werden.

Schritt 5: Temperatur

Das Gerät kann eingeschaltet und auf die bevorzugte Temperatur gestellt werden. In der Regel verdampft Cannabis am besten zwischen 180 bis 200 Grad. Bei der ersten Inhalation sollte bei einer geringen Temperatur gestartet werden. Sollte keine Dampfentwicklung entstehen, kann das Gerät händisch auf eine höhere Temperatur gestellt werden. Sobald die richtige Temperatur nach circa 30 bis 60 Sekunden erreicht ist, kann das Gerät mit einigen leichten ersten Zügen in Betrieb genommen werden.

Schritt 6: Inhalieren

Wenn die richtige Temperatur erreicht ist, ziehe beim ersten Zug ca. 5 bis 8 Sekunden gleichmäßig am Mundstück und inhaliere den Dampf. Je länger der Dampf inhaliert wird, desto stärker die Wirkung. Die Session  1-bis 2-mal wiederholen. Das medizinische Cannabis in der Heizkammer kann ein wenig umgerührt werden, damit es gleichmäßig verbrennt. Wenn das Cannabis dunkelbraun geworden ist, dann ist es durchgeheizt und das Material lässt sich nicht mehr verwenden.

Fakt#2 | Schon gewusst?

Wie oft darf medizinisches Cannabis angewendet werden?​

Die Häufigkeit und Dosierung ist bei allen Patient:innen individuell. Gemeinsam mit dem*der behandelnden Ärzt:in werden die Symptome und Beschwerden geprüft, um dann die geeignete Dosierung zu ermitteln. Folglich gibt es keine allgemeingültige Empfehlung.

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Terpene

 Eigenschaften | Merkmale | Gerüche

Bislang sind alleine in Cannabis etwa 400 verschiedene Terpene bekannt, deren Eigenschaften und Wirkungen jedoch noch längst nicht abschließend erforscht sind. Fest steht bislang nur, dass alle Terpene einen typischen Geruch aufweisen und ihnen bestimmte (teilweise noch unbekannte) Wirkungen zugesprochen werden können. Im Folgenden haben wir sechs gängige Terpene aufgelistet, die in Cannabis vorkommen.

Myrcen

Myrcen gehört zu den am weitesten verbreiteten Terpenen und ist unter anderem in verschidenen (Zitrus-) Früchten und Blumen (Geranien) zu finden – es besitzt ein erdiges Aroma
– Beruhigend
– Verringert Angstzustände
– Verbessert Schlafprobleme
– Antibakterielle und antimykotische Wirkung

Pinen

Pinen erzeugt – wie der Name bereits vermuten lässt – einen intensiven Geruch nach Pinien oder Kiefern.
– Entzündungshemmend
– Bronchienerweiternd
– Schmerzlindernd
– Antidepressive Wirkung

Limonen

Limonen ist eines der am häufigsten vorkommenden Terpene, das unter anderem in Orangen und Pfefferminze – es erzeugt eine spritzige Zitrusnote!
– Verringert Angstzustände
– Hebt die Stimmung
– Antibakterielle Wirkung
– Stressabbauend
– Erhöht Absorptionsrate anderer Terpene

Caryophyllene

Caryophyllene hat eine pfeffrig-würzige Note und findet sich nicht nur in Cannabis, sondern auchin Nelken und Zimt.
– Entzündungshemmend
– Zellschützende Wirkung
– Schmerzlindernd

Linalool

Linalool ist nicht nur ein typisches Terpen von Cannabis, sondern mit seiner blumigen Note auch in vielen Pflanzen enthalte, zum Beispiel in Rosen, Lavendel, Koriander, Minze und Zimt.
– Wirkt entspannend
– Antidepressive Wirkung
– Verringert Angstzustände

Humulene

Humulene hat ein erdig-holziges Aroma,das in Hopfen und Nelken enthalten ist und an deren Geruch erinnert – es ist unter Anderem in Ginseng und Salbei enthalten.
– Entzündungshemmend
– Energetisierende Wirkung
– Schmerzlindernd

Fakt #3 | Schon gewusst?

Darf mit medizinischem Cannabis gereist werden?

Das Mitführen der Medikation auf Reisen ist nicht uneingeschränkt möglich. Bitte informiere dich bei der jeweiligen Landesbehörde, ob und wie die Mitnahme erfolgen kann. Für die Schengen-Länder gibt es ein einheitliches Formular, welches vom zuständigen Gesundheitsamt beglaubigt werden muss und dann die Mitnahme für 30 Tage ermöglicht. Auf Wunsch kümmert sich das Patient Care Team von Algea Care gerne darum.

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