Der lange Weg der Cannabis Legalisierung

Small cannabis plant with four leaves

Der lange Weg der Cannabis Legalisierung

Cannabis steht dank der Ampel-Koalition dieser Tage in vielen Schlagzeilen der deutschen Medien. Während die Politik derzeit über die Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum debattiert und den Konsum von Cannabis (manche sagen dazu Kiffen) in Deutschland allgemein erleichtern möchte, ist die Verwendung von medizinischem Cannabis seit 2017 schon lange im Mainstream angekommen.

Wie wir euch bereits berichtet haben, ist Cannabis seit 2017 in Deutschland verschreibungspflichtig legal zu erhalten. Davor gab es Cannabis auch schon in Deutschland und davor gab es Cannabis natürlich auch längst in anderen Teilen der Welt. Grund genug für uns in diesem Blogartikel zu einem Grundumschlag auszuholen. Und ein Grund mehr, weiter über Cannabis aufzuklären.

Nachdem wir dich über verschiedene Cannabis Strains informierten und dir den aktuellen Einblick in die aktuelle politische Situation dargestellt haben, fragen wir uns in diesem Zweiteiler elementaren Fragen. – Wie genau sieht eigentlich die Geschichte von Cannabis auf unserem schönen Planeten aus?

Bevor wir dann im zweiten Teil dieses Blogartikels die Frage beantworten, welche Rahmenbedingungen gegeben sein müssen, damit der Cannabis Verkauf aktuell in Deutschland über die (virtuelle) Apotheken-Thesen läuft

Zeit, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen!

Cannabis – das Multitalent

Nicht seit jeher ist Cannabis als Droge genauer gesagt Konsummittel genutzt worden. Ursprünglich diente die Cannabis-Pflanze jedoch als Nahrungsmittel, wurde bei der Herstellung von Fasern genutzt oder diente als Grundmaterial und Papierrohstoff.

Wusstest du zum Beispiel, dass unter anderem die erste Gutenbergbibel auf Hanfpapier gedruckt wurde? Ebenso wie die amerikanische Unabhängigkeitserklärung. Das christliche Glaubensmanifest und die Grundlagen der Weltmacht USA wären ohne Hanf also nicht in der Form möglich gewesen.

Klar, für die Herstellung von Fasern gab es damals noch Hanf mit einer anderen Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Wir reden dabei natürlich nicht von dem Stoff, den du am Berliner Görli bekommst oder im Frankfurter Bahnhofviertel riechst.   Diese Art von Cannabis wurde dann für die Textilbranche, die Papierherstellung oder sogar für den Hausbau verwendet.

Dennoch ist Cannabis eine kulturelle Nutzpflanze, die gefühlt seit Anbeginn der Zeit den Menschen begleitet.

Der Beginn der medizinischen Cannabis-Branche in Europa

Während die Verwendung von Cannabis als Heilpflanze in China und Indien sogar in die Zeit vor Christi Zeitepoche eingeordnet werden kann, beginnt die Verwendung in Europa im 17. Jahrhundert. Damals kamen erstmals europäische Reisende in Asien in Berührung mit Cannabis und erkannten welche heilende Wirkung die Inhaltsstoffe, die Cannabisblüte bietet.

Ab diesem Zeitpunkt wird auch in Europa Cannabis angebaut.

Immer mehr Botaniker*innen und Apotheker*innen kreieren zu dieser Zeit Medizin rund um Cannabis. Diese Bewegung wird Anfang des 20. Jahrhunderts wieder zurückgeschraubt.  Marihuana gerät immer mehr als Genussmittel in den Fokus gerät und der medizinische Gebrauch rückt in den Hintergrund.

Zum damaligen Stand konnten keine genauen Werte zu den Dosierungen oder zuverlässige Aussagen zu den Inhalten getroffen werden. Die Qualität des Cannabis konnte nicht zuverlässig reproduziert werden. Die medizinische Tauglichkeit wurde daher hinterfragt.

1925 wurde Cannabis als Substanz im internationalen Opium-Abkommen von Den Haag aufgenommen und mit harten Drogen wie Kokain und Heroin gleichgesetzt. Dieses Verfahren führte dazu, dass ab den 1930er-Jahren die Cannabis-Prohibition richtig Fahrt aufnahm und erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert Cannabis nach und nach wieder rechtmäßig als Heilmittel angesehen wurde.

Seitdem kamen, insbesondere in den letzten Jahren, immer mehr Cannabis-Produkte auf den Markt und die Entstigmatisierung der Heilpflanze begann. Dennoch befinden wir uns nach wie vor in einem Klima voller Fehlinformationen und Mythen, in denen Cannabis und Cannabis-Liebhaber*innen zu Unrecht denunziert und stigmatisiert werden. Zusammen mit dir und vielen andere setzt sich Breezy dafür ein, Cannabis in die Mitte der Gesellschaft zu heben.

Cannabis-Legalisierung vs. Cannabis-Medizin

Während der Besitz von Cannabis für den Freizeitgebrauch immer noch illegal ist, ist die kontrollierte Abgabe von Cannabis durch Apotheken mittlerweile erlaubt.
In Deutschland blüht derzeit ein großer Wirtschaftszweig auf, der sich mit der kontrollierten Abgabe von Cannabis beschäftigt und die Legalisierung sowie die generelle Nutzung von Cannabis fokussiert.

Immer wieder wird in deutschen Nachrichten Marihuana zum Thema. Heutzutage wird Cannabis dort aber nicht mehr als Droge dargestellt, sondern als wirksame Heilpflanze. Nach und nach befreit sich die Pflanze von ihrem schlechten Ruf, zu schädlichen Substanzen dazuzugehören. Denn der Vergleich zu chemischen und hochgradig Sucht gefährlichen Substanzen, wie Kokain und Heroin ist wissenschaftlich und gesellschaftlich praxisbasiert widerlegt. Eine Gesellschaft schafft sich nicht selbst ab, indem sie Cannabis legalisiert. Dafür reiche bereits ein Blick in die USA.

Für uns von Breezy ist das ein Grund, weiter über Cannabis aufzuklären. Doch wie sieht es aktuell in der Cannabis-Branche aus?

Die heutige Cannabis-Branche

Seitdem einige europäische Länder Cannabis seit Jahren (teilweise) legalisiert haben, steht Deutschland in diesem Punkt noch etwas hinten an.

Die Niederlande, aber auch Spanien vertreiben mit lizenzierten Geschäften Cannabis an Erwachsene und sind gute Lehrbeispiele für gelungene und weniger gelungene Aspekte der praktischen Umsetzung von Cannabis. Juristisch sauber zu arbeiten und Expert*innen an den Tisch zu holen, ist für die Legalisierung in Deutschland jetzt wichtig.

Wie genau die kontrollierte Abgabe von Cannabis jedoch derzeit gesetzlich geregelt ist, erfährst Du im zweiten Teil dieses Blogartikels.

Breeze out!