Die Hintergründe zur Cannabis-Prohibition

Small hippy car with a garden instead of engine

Die Hintergründe zur Cannabis-Prohibition

Lange Zeit unterlag Cannabis einem miserablen Ruf. Es wurde (und wird weiterhin) Kiffer-Droge geschimpft und Konsumenten ein Stempel aufgedrückt, den sie zu Unrecht tragen. Die negative Haltung gegenüber Marihuana zieht sich mittlerweile schon so lange hin, dass vielleicht auch du dir bereits mal die Frage gestellt hast, wie Marihuana bzw. Haschisch überhaupt zu diesem schlechten Ruf gekommen ist. Genau hier setzen wir an und beschäftigen uns in diesem Blogbeitrag, wie es überhaupt zu dem Verbot von Cannabis kam.

Die Anfänge der Cannabis Prohibition Wie war es in Deutschland?

Doch nachdem der Völkerbund den indischen Hanf mit in den Drogen-Katalog aufgenommen hat, trat auch 1929 das Gesetz in Deutschland in Kraft und der Konsum von Cannabis wurde verboten. Warum ist das passiert? Was hat das Ganze mit dem “War on Drugs” in den USA zu tun? Warum ist dieser gescheitert? Und warum wird es jetzt wieder zu einem wichtigen Thema? Verdammt, viele Fragen, was?

In diesem Artikel bekommt ihr genau auf diese Fragen eine Antwort und wir zeigen euch, warum der Harz etwas ganz Besonderes ist und welchen Einfluss er sozialökonomisch nehmen könnte. Heutzutage wissen insbesondere unterschiedliche Patienten, unabhängig vom Alter, die Wirkung von THC und der Hanfpflanze sehr zu schätzen.

Klar, für die Herstellung von Fasern gab es damals noch Hanf mit einer anderen Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Wir reden dabei natürlich nicht von dem Stoff, den du am Berliner Görli bekommst oder im Frankfurter Bahnhofsviertel riechst. Diese Art von Cannabis wurde dann für die Textilbranche, die Papierherstellung oder sogar für den Hausbau verwendet.

Dennoch ist Cannabis eine kulturelle Nutzpflanze, die gefühlt seit Anbeginn der Zeit den Menschen begleitet.

Die Verordnung, die das Ende brachte

Wie wir mittlerweile alle wissen, ist die Cannabis-Legalisierung nicht mehr weit entfernt. Wir schreiben darüber in unserem Blog. Dabei sind wir natürlich sehr gespannt, in welcher Form sie umgesetzt wird. Doch auch lange bevor diese wieder ins Gespräch kam, war es gar nicht so unüblich Gras mit unterschiedlichem THC Gehalt zu konsumieren. Denn Cannabis gehört zu einer der ältesten Kulturpflanzen weltweit. Wie man die Cannabis-Pflanze konsumiert, ist dabei völlig egal gewesen. Einen Storz & Bickel Vaporizer gab es allerdings noch nicht.

Auch als Heilmittel waren der Hanf und die Cannabinoide anerkannt und wurden so als Medizin vorwiegend in der Schmerztherapie genutzt. Dies nahm alles ein Ende, als der Völkerbund 1925 ein verschärftes Gesetz zu Drogen beschloss und dort auch den indischen Hanf mit eingeschlossen. In Deutschland trat das „Opiumgesetz“ am 10. Dezember 1929 in Kraft und machte so den Konsum von Cannabis illegal. Egal, welche Wirkung und welche Qualität. Egal, ob mit oder ohne Tabak. Egal, in welcher Form. Die Entspannung durch die Pflanzen wurde für Patientinnen und Patienten verboten. Weiterhin gab es etwa die Verschreibung von Blüten durch einen Arzt noch nicht.

Heute kennt ihr es wahrscheinlich eher unter dem Namen Betäubungsmittelgesetz oder kurz BtMG. Am 30. März 1961 folgte dann das Einheitsabkommen, welches von den Staaten der Vereinten Nationen und somit von einer Vielzahl an Ländern unterzeichnet wurde. Kiffen wurde zu einer Straftat und Cannabis auf eine Stufe mit Heroin gestellt.

Trotz der Tatsache, dass die Hanfgewächse schon früher genutzt wurden, um gesundheitlichen Problemen entgegenzuwirken, war es ein langer Weg zur Legalisierung von medizinischem Cannabis. Einer Vielzahl an erwachsenen Personen wurde eine Form der Therapie und Entspannung genommen. Ohne den Patienten und Patientinnen eine neue, nicht synthetische Hilfe zur Verfügung zu stellen.

Das Comeback der Cannabis-Pflanze

In den 1960er kam es zu einem Comeback der Cannabis-Pflanze. Konsumenten und Cannabis-Liebhaber wurden damals Hippies genannt. Das Motto der Hippiebewegung? High sein, frei sein mit Marihuana. Frei von den Befehlen der kriegstreibenden Politiker. Die Hippiebewegung machte sich stark für Frieden und war damit eine Friedensbewegung. Sie setzte sich gegen militärische Invasionen in andere Länder ein. Ihr Motto war „make love not war“.  Liebe als Antithese zum Krieg und der damit einhergehenden Gewalt. Das Mittel der Wahl, um dieser Einstellung weiter Ausdruck zu verleihen, war Cannabis. Seine beruhigende, gesellige, verbindende und euphorisierende Wirkung erscheint auch über 50 Jahre danach noch wie die logische Wahl. Die Eigenschaften ergänzen das Mindset.

Trotz des Verbotes haben die Leute in weiten Teilen lieber zu einem Joint gegriffen als zu einem Glas Alkohol. Dabei gegen Vorschriften zu verstoßen und sich direkt gegen die Anordnungen der verhassten Obrigkeit zu widersetzen, war ein zusätzlicher Vorteil. Selbe Muster waren nicht allein in den USA zu beobachten. Den Weg hin zum Cannabis und weg von aggressiven Verhalten war fast identisch auch in anderen Ländern zu beobachten. Doch den wohl größten Anteil der Hippies fand man in den 60ern und 70er-Jahren in den USA.

Massive Propaganda und die Desinformation-Kampagne zu der Hanfpflanze führte dann zum Ausruf des “War on Drugs” oder zu Deutsch dem Krieg gegen Drogen.

Der Krieg gegen die Drogen und wie er scheiterte

Als „Staatsfeind Nummer 1“ bezeichnete Richard Nixon den Missbrauch von Drogen, als er 1971 den “War on Drugs” auslöste.

Auch hier stellen wir uns einige Fragen. Worum ging es bei dem politischen Ereignis wirklich und welche Wirkung hatte es auf die Cannabis-Kultur? Was hatte es mit der Wahl des US-Präsident 1972 zu tun? Welche Auswirkungen hatte es auf Deutschland? Das sind die Themen, mit denen wir euch kurz in Kontakt bringen wollen, um zu zeigen, wie „damals“ gegen die Droge vorgegangen wurde und warum es nicht mehr so sein sollte.

Kurz bevor sich Nixon zur Wiederwahl 1972 aufstellen ließ, verteufelte er Cannabis und denunzierte bewusst den politischen Gegner und Personengruppen, die dem linken Lager nahestanden. Darunter die Anti-Kriegsbewegung der Hippies, PoC (=People of Color), die sich weiter für Bürgerrechte der farbigen Bevölkerung einsetzten und der LGBTQ-Community, deren Bewegung einige Jahre angefangen hat sich zu organisieren und zu strukturieren. Ihm ging es hierbei jedoch nicht wirklich um die Droge selbst, sondern er nutzte sein Vorhaben als ein politisches Instrument, wie Jahre später der Verantwortliche für Nixons Innenpolitik, John Ehrlichmann, angab. Der War on Drugs war also eine reine politische Kampagne der republikanischen Partei, um die Macht zu erhalten und hatte nichts mit dem eigentlichen Cannabis zu tun. Dabei mussten insbesondere Personengruppen leiden, die ohnehin ein Dorn im Auge der Regierung waren und bereits von der Mehrheitsgesellschaft diskriminiert wurden.

Diese Milieus sprachen sich aktiv gegen Nixon als Präsidenten aus, was für ihn so weit ging, dass er diese mit dem “War on Drugs” bestrafen wollte. Nixons Chefberater Ehrlichmann, ging damals sogar so weit zu sagen, dass Nixon diese Gruppen ehrlicherweise nicht einfach als illegal erklären könnte, nur weil sie eine andere Meinung vertreten wie er selbst.

Auch in Deutschland kam es 1972 zu einem neuen Betäubungsmittelgesetz, das das “Opiumgesetz” ergänzte. Neben dem Verkauf wurde dann auch die Herstellung, der Import und der Besitz von Cannabis als ein Verstoß gegen die Vorschriften gesehen und standen zur Strafe. So wurde es auch unmöglich, die Pflanze als Medizin einzusetzen.

Ein völliger Misserfolg?

Der “War on Drugs” ist heutzutage bekannt als völliger Misserfolg. Der wichtigste Grund dafür ist mit Sicherheit die Ungleichbehandlung einzelner Bevölkerungsgruppen.

Der Versuch, auf bestimmte Bevölkerungsgruppen abzuzielen, hat zu einem enormen sozioökonomischen Ungleichgewicht geführt. Gerade Minderheiten wurden hier öfter verurteilt. Hier spielte weniger der Konsum der Droge selbst im Vordergrund eine Rolle, sondern viel mehr die Unterstreichung der Suchtbehandlung und des Rassismus. So hätte ein anderer Umgang, zum Beispiel durch Verschreibung medikamentöser Cannabis-Therapien, einen positiveren Effekt auf das Problem haben können.

Mit Cannabis Arzneimitteln den Anfang machen

2017 kam es dann zur ersten Lockerung des Gesetzes in Deutschland. Es wurde erkannt, dass mit den Wirkstoffen in den Pflanzenteilen gegen Erkrankungen und für die Gesundheit gehandelt werden kann.

Natürlich gibt es hier starke Regulierungen, um Patienten und Patientinnen von medizinischem Cannabis vor einem unsinnigen Rausch zu schützen. Zum einen, sind die Produkte verschreibungspflichtig und zum anderen auch nur in der Apotheke zu erhalten. Eine wichtige Rolle spielt auch die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe der Cannabis-Arzneimittel. So dürfen die Cannabis-Blüten und Produkte nicht mehr als einen THC Gehalt von 0,2 % haben und auch der Cannabis Konsum an sich darf nicht übertrieben werden.

Mittlerweile können also erwachsene Personen die Wirkung des Hanfs auf den Körper kennenlernen ohne dabei Schäden, wie man sie zum Teil von Nikotin, Tabak oder Alkohol bekommt, davonzutragen.

Für uns von Breezy ist es wichtig, dass durch die Legalisierung die Qualität des Cannabis sichergestellt wird und es zu keiner Ausgrenzung und Stigmatisierung von Konsumenten kommt. Die Legalisierung ist ein gewaltiger Fortschritt für den Jugend- und Gesundheitsschutz. Durch Cannabis kann sowohl gegen Erkrankungen geholfen werden als auch anderen Menschen Marihuana als ein Genussmittel zur Verfügung stehen, ohne dabei gegen Gesetze und eine Verordnung zu verstoßen.

Breeze out!