Ist Cannabis gleich Cannabis?

Die Verwendung von Cannabisblüten bietet zahlreiche therapeutische Möglichkeiten und kann vielfältig eingesetzt werden – und doch ist Cannabis nicht gleich Cannabis. Es gibt Unterschiede im THC Gehalt, in der Form der Cannabisprodukte (Öl, Tabletten, reine Blüten) und es gibt unterschiedliche Sorten von Cannabis, wie beispielsweise cannabis sativa l.  

Für den medizinischen Gebrauch liegt der größte Unterschied in der Qualität des Cannabis.  

Was steckt in der Pflanze Cannabis?

Die Wunderpflanze Cannabis wird schon seit tausenden von Jahren als Heilmittel genutzt. Und doch gibt es gravierende Unterschiede bei der Auswahl der Blüten, die deine therapeutischen Zwecke einschränken können. Meist werden die Cannabissorten in Indica, Sativa und Hybrid klassifiziert. Gerade Indicas wirken beruhigend bzw. entspannend und werden medizinisch gesehen als Einschlafmittel oder bei der Behandlung von Muskelspastiken oder Pakinson genutzt1 Sie können auch chronische und neuropathische Schmerzen lindern – allerdings auf andere Art und Weise als Sativa. Denn Sativa-Strains haben eine belebende Wirkung und steigern die Stimmung. Sie kommen daher oft bei der Behandlung von Übel- und Antriebslosigkeit in Folge von Chemotherapien zum Einsatz. 

Mehrere Cannabis Pflanzen und Cannabis Öl werden von einem Labor Mitarbeiter gehalten

Welche Wirkung hat Cannabis?

Wie stark Cannabis auf deinen Körper wirkt hängt zunächst einmal von der Dosis, der Aufnahmeart und deiner Toleranz ab. Was genau es in dir auslöst hängt stark von dem Gehalt der Cannabinoide ab, die auf deinen Körper und dein Gehirn einwirken. Die zwei bekanntesten sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), die jeweils unterschiedliche Wirkungen mit sich bringen2 

THC ist hauptsächlich für die psychoaktiven Effekte zuständig und wirkt stimmungsaufhellend und antidepressiv. Aber auch hier entscheidet die Dosis: Während es zunächst den Serotonin Spiegel hebt und Glücksgefühle entstehen lässt, kann es bei zu hohem Konsum auch zu Angstzuständen führen. 

CBD hingegen wirkt nur in sehr geringem Ausmaß psychoaktiv und hat eine angenehm beruhigende Wirkung. Zudem wirkt es entzündungshemmend, antipsychotisch und angstlösend. Es ist daher optimal für die Verwendung bei Erkrankungen von Erwachsenen, die Cannabisarzneimittel zur Entspannung verschrieben bekommen.  

Medizinisches Cannabis wird angebaut und mit Handschuhen angefasst

Die Qualität macht den medizinischen Unterschied

Gute Cannabis Pflanzen haben feste Blätter mit grünen klebrigen Nuggets und einem aromatischen Duft. Ist das Marihuana von schlechter Qualität erkennt man dies meist an der bräunlichen Farbe der Hanfpflanze und dem fehlenden Aroma. Zum Glück wird bei der Herstellung von medizinischem Cannabis großen Wert auf Qualitätsstandards gelegt, um die Patienten und Patientinnen optimal mit der passenden medizinischen Versschreibung versorgen zu können. Denn hier liegt das Hauptaugenmerk auf der reinlichen Aufbereitung der Inhaltsstoffe und die Blüten werden ausschließlich unter strengsten, pharmazeutisch kontrollierten Bedingungen angebaut. 

In regelmäßigen Abständen werden die Zusammensetzung und der Wirkstoffgehalt des Cannabis getestet, damit du sicher gehen kannst, dass du für deine Therapie nur die besten Blüten nutzt und im besten Fall vaporisierst.